Auswandern – USA 1.0         
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Dinge gibt's hinter dem großen Teich, die mag man  nicht glauben  –  wie in Florida, wo beispielsweise  Frauen,  die beim Frisör unter der  Trockenhaube  einschlafen,  einen Strafzettel erhalten,  oder wo es für unverheiratete Frauen streng verboten ist,  sonntags mit dem Fallschirm ab- zuspringen.
Nun, die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein riesiges Land und   so sind die Rechtssprechung, Verordnungen  und

Gesetze  auch zueilen sehr unterschiedlich.  –  Das, was z.B. Washington sich einst Monika Lewinsky erlaubt hatte (oraler Sex)  ist in Virginia oder Maryland streng verboten.  Ehebruch  gilt dort  als  Straftat und der sexuelle Verkehr zwischen Unverheirateten kann in Virginia auf der Anklagebank enden.
Andere Länder, and're Sitten - Einwanderer sollten sich mit ihnen vertraut machen...
Florida: Das  Pupsen in der Öffentlichkeit ist donnerstags nach 18 Uhr ein Straftatbestand. Warum nur dann, weiß eigentlich niemand so recht  –  donnerstags pupst man halt nicht nach 18 Uhr. Zumindest darf man sich nicht dabei erwischen lassen. Ein anderes  Gesetz soll verheirateten Männern verbieten  (nicht  nur  donnerstags, sondern immer) die Brüste ihrer Angetrauten zu küssen.  Wohl all denen, die in Grenzorten wohnen oder ohnehin froh wären endlich keine weibliche Brust mehr küssen zu müssen...

Auch im Bundesstaat Alabama mischt der Gesetzgeber im Doppelbett die Karten kräftig mit.
Sexueller Verkehr ist hier nur in der 'Missionars-Stellung' erlaubt und Frauen ist es untersagt, Sex- Spielzeug zu besitzen. Wen wundert es da noch, dass Alabama auch das Dominospielen am Sonntag unter Strafe stellt?
 Millionenklage: Zu dick durch Hamburger...                                 
In New York wurde im vergangenen Herbst gegen die Fast-Food-Kette McDonald's  im  Namen Übergewichtiger  eine Millionenklage eingereicht, weil diese nach dem übermäßigen  Verzehr von Hamburgern nun an Diabetes und Bluthochdruck leiden. Das Gericht hat die Klage vor kurzem abgelehnt, weil ihm die Beweislage doch zu dünn erschien. Jetzt versucht es der Anwalt mit Firmen, deren Diätmittel nicht den gewünschten Erfolg hatten...
Schon alles ziemlich merkwürdig, oder...?

In Pittsburgh (Pennsylvania) ist es z.B. illegal, im  Eisschrank  zu schlafen und in Tampa Bay steht sonntags ab  18 Uhr  der Verzehr von Hüttenkäse unter Strafe,  während man in Norfolk (Virginia) keine Seemöwn bespuk-ken darf. Dafür darf man vermutlich – legt man das Gesetz von Stafford korrekt aus – seine Frau tagsüber auf den Stufen des dortigen Gerichts-gebäuder verprügeln. Ab 20 Uhr, so will es das Gesetz, ist dies jedenfalls verboten...
  Der Bundesstaat  Minnesota verbietet das Überqueren der Landesgrenzen mit  einer  En-te auf dem Kopf ( ! ) und in  Baltimore  ist  allen Ernstes das Mitbringen von Löwen  ins Kino untersagt.
Vorsicht –  
Man  darf dort auch  Minderjährigen in der Woche nach Ostern  keine Hühner verkaufen!
Aber die USA haben natür- lich  noch einiges mehr zu bieten: so wurde in Norfolk, Virginia,  das   Bespucken von Seemöwen unter Strafe gestellt und in Alabama das Ringen mit Bären verboten.
In  Oklahoma  ist  es unter- sagt, Hunden gegenüber ei- Grimasse zu schneiden und Hunde in Gruppen von drei oder mehr Tieren auf Privat- grundstücken benötigen ei- ne schriftliche Einverständ- niserkläung aller Besitzer, um sich dort  aufhalten zu dürfen. Der  Walfang ist in Oklahoma  (einem Binnen-staat) eben-falls untersagt.
New York verbietet, vermutlich um die Fische im Hudson nicht zu erschrecken, das 'Pfeifen unter Wasser'.
Tja –  was  würde der gute, alte Obelix  wohl  dazu  ge- sagt haben
 "Die spinnen, die Amis...?"

 Gerichtsurteile und Verordnungen...                                            
In den ersten Monaten 2003 stolperte eine New Yorker Ärztin beim Joggen im Central Park über ihre Schnürsenkel  und  verklagte den Schuhher-steller ( Nike ).  Es ging um eine partielle Bänderdehnung im Handgelenk und um eine Forderung von sage und schreibe zehn Millionen Dollar!
Viele Unternehmen versuchen, sich nun mit den seltsamsten Warn- hinweisen vor möglichen Haftungsklagen zu schützen. So tragen in- zwischen die Drucker-Kartuschen  eines Herstellers den  Vermerk, dass diese "nicht zum Verzehr geeignet" seien, und auf den Babybuggies eines Spielzeugfabrikanten steht, dass man 'die Kinder vor dem Zusammen-klappen bitte herausnehmen soll'...
Derartige Prozesse verändern oft zwangsläufig auch die Gesetzeslage in einem Bundestaat und dabei kommt es zuweilen zu den absonderlichsten Vorschriften.  So  hat  nun  Alabama ein neues Gesetz erhalten,  welches das Führen eines Fahrzeugs mit verbundenen Augen verbietet oder dass das Tragen eines falschen Bartes in der Kirche verboten ist. Aber: man darf dort gegen Einbahnstraßen fahren,  wenn  man  vorne am Wagen eine Laterne anbringt ( ! )  In der Stadt Jasper ist es hingegen Ehemännern untersagt, ihre Gattinnen mit Stöcken zu prügeln, die dicker sind als der Daumen des Gatten.
In Montgomery ist es nun gesetzlich verboten, auf offener Straße einen Regenschirm aufzuspannen und in Baltimore darf man keine Heuballen mehr aus dem ersten Obergeschoss werfen. Ocean City verbietet gar, "während des Schwimmens im Meer  zu  essen" und in Minnesota wurde nicht nur das Nacktschlafen untersagt, sondern inzwischen auch  das "Überqueren der Landesgrenze mit einem lebenden Huhn auf dem Kopf"...
Die Gemeinde Hawthorne verbietet es, "Hypnotisierte in Schaufenstern auszustellen". Oklahoma City  stellt im Stadtzentrum  "das Rückwärtsgeh-en  und dabei einen Hamburger zu verzehren" unter Strafe..
Noch ein paar Schadenersatz-Prozess-Urteile...?
1994 sprach ein Gericht des Staates Neu-Mexiko der 81-jährigen Stella Liebeck 2,9 Mio. Dollar zu, weil sie sich bei McDonalds beim Verschütten einer Tasse Kaffee Verbrennungen dritten Grades an Beinen, Ge-schlechtsteilen und Hinterbacken zugezogen hatte...
175 Millionen US-Dollar erhielt ein Mann namens Merv Grazinski aus Oklahoma City, weil der Wohnwagenhersteller 'Winnebago' es versäumt hatte, einen klar sichtbaren Hinweis anzubringen, dass der Fahrer während der Fahrt nicht seinen Fahrersitz verlassen dürfe, um sich in der Küche des Wohnmobils einen Kaffee zu kochen. Das nämlich hatte Merv Grazinski im November 2000 auf dem Highway bei einem Tempo von 110 kmh gemacht. Anstatt ihm lebenslang die Fahrerlaubnis zu entziehen, bekam er Recht und 175 Millionen Dollar...
Wen also wundert es da noch, wenn man in Alska inzwischen "keine Elche mehr aus einem fliegenden Flugzeug werfen darf" ?
                                                                                      Mehr dazu finden Sie hier...

 Belohnte Zechprellerin    
Kara Walton aus Delaware stürzte, bei dem Versuch ei- ne Restaurantzeche in Höhe von 3,50 Dollar zu prellen, aus dem  Toilettenfenster und ver-lor dabei zwei ihrer Zähne. Und obwohl sie selbst diesen ungewöhnlichen Fluchtweg ausgewählt hatte, verklagte sie das Restaurant. Das Gericht hatte ein Einsehen und gab Kara Walton recht. Der Restaurantbesitzer muss-te 12.000 Dollar plus die kompletten Zahnarztkosten bezahlen...

Besonders 'abgefahren' ist ein Fall aus Charlotte, NC,  wo ein dort ansässiger Anwalt  sich wohl  mit  ei-ner besonders spitzfindi-gen Idee profilieren wollte: Er erwarb eine  Kiste  hochwertiger teurer Zigar-ren und  versicherte  diese unter  anderem  gegen Feuerschaden.
Nachdem er die Zigarren schließlich aufgeraucht hatte,  meldete er der Versicherung eine "Serie von kleinen Feuerschäden" und bat um eine zügige Schadensregulierung... Die Versicherung  weigerte sich zu bezahlen und ver-wies mit Recht darauf, dass es die Bestimmung einer Zigarre sei, ange-zündet und geraucht zu werden.
Der Anwalt klagte und gewann den Prozess. Zwar erklärte der Richter, dass er persönlich die Forde-rung des Klägers als unverschämt ansehe, doch die abgeschlossene Ver-sicherungspolice enthielte keine entsprechenden Haf-tungsausschlüsse und be-sage klar, dass die  Zi-garren  des Klägers gegen jegliche Art von Feuer versichert seien; folglich müsse die Versicherung den durch Feuer entstan- denen Pseudoschaden auch bezahlen. Und der belief sich auf immerhin 15.000 Dollar!.
Der eigentliche Gag an dieser Geschichte ist, dass die Versicherung das Urteil annahm ohne das Recht auf ein Berufungs-verfahren in Anspruch zu nehmen, und dem Kläger ohne zu murren einen ent- sprechenden Scheck über-reichte.
(Sie ahnen schon, was
dann folgte...?)
Kaum war der Scheck vom Kläger  eingelöst worden, zeigte die Versicherung nun den Anwalt wegen 24 Fällen von Brandstiftung an.
Der Mann wurde sofort verhaftet (strafrechtliches Vergehen) und mit Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und dessen Anga-ben vor Gericht, schließlich wegen vorsätzlicher In- brandsetzung von ver- sichertem Eigentum zu 24 Monaten Freiheitsstrafe (ohne Bewährung) und zu einer Geldstrafe in Höhe von 24.000 Dollar verurteilt.
Hat mir sehr gefallen, die-se Geschichte, und ich wollte Sie Ihnen nicht vor-enthalten. :o)

780.000 Dollar wurden von einem Gericht in Texas der Klägerin Kathleen Robertson zugesprochen. Sie war in den Gängen eines Supermarktes über ein umherlaufendes Kind gestolpert und hatte sich dabei einen Knöchel ver-staucht. Dass es sich dabei um ihr eigenes Kind handelte wurde im Urteil nicht berück- sichtigt...
500.000 Dollar wurden dem Einbrecher Terrence  Dickson  von  einem  Gericht in Penn-sylvania zugesprochen. Beim Einbruch in ein Haus schloss sich die Garagentür hinter dem Einbrecher, der es auch nicht schaffte, diese wieder zu verlassen.
Da die Bewohner des Hau- ses verreist waren, litt der Eingeschlossene 8 Tage in der Garage unter 'großen see-lischen Qualen', da er sich zudem nur mit Hunde-Tro-ckenfutter und einigen Dosen Pepsi- Cola ernähren konnte, bis man ihn schließlich fand. Ob die Hausbesitzer ihr Haus verkaufen mussten, um die halbe Million locker machen zu können, ist mir leider nicht bekannt.
Die hier aufgeführten (kuri- osen) Fälle – so lustig sie sich auch lesen mögen – zeigen einmal mehr, dass Auswanderer auch mit Un- gewöhnlichem in der Frem- de rechnen sollten...
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