<<   1   2   3   4  >>  

Nach oben                     <<   1   2   3   4  >>  


Webmaster: webmaster@auswandern-heute.de
Copyright 2003 - 2006 by Peter Thul und hwk-MediaVision
Zur Startseite: http://auswandern-heute.de

 

 

                               Sollten Sie wegen des Verdachts einer Straftat in Polizei ge-
                               wahrsam  genommen werden,  müssen Sie  mit einem  Ver-
                               fahren  rechnen,  das sich  in  manchen Punkten von dem in
                               Deutschland unterscheidet.


Strafverfolgungsmaßnahmen und Strafmaß des US-amerikanischen Rechtssystems sind zum Teil erheblich härter als in der Bundesrepublik Deutschland.
Sie haben gem. Art. 36 der Wiener Konsularrechtskonvention das Recht, zu verlangen, dass die zuständige deutsche Auslandsvertretung von Ihrer Verhaftung informiert wird. Hierauf sollten Sie bestehen. Die deutschen Auslandsvertretungen können Sie dann konsularisch betreuen. Hierzu halten sie z.B. Listen vertrauenswürdiger Rechtsanwälte bereit und können Ihre Angehörigen in Deutschland über Ihren Aufenthaltsort informieren. Exekutive Befugnisse gegenüber ameri-kanischen Stellen haben sie aber nicht, können also beispielsweise nicht Ihre Freilassung an-ordnen. Sie können auch nicht Ihre Verteidigung übernehmen, Sie jedoch erforderlichenfalls da-bei unterstützen, einen geeigneten Rechtsanwalt zu finden.


Insbesondere bei folgenden Punkten wird um Beachtung gebeten:


Rauschmittel:

Schon der Besitz geringster Mengen von Rauschmitteln, auch wenn es sich um Mittel oder Men-gen handelt, deren Besitz in Deutschland häufig nicht strafrechtlich verfolgt wird, zieht ausnahms-los eine lebenslangen Einreisesperre nach sich und kann zu langjährigen Haftstrafen führen.
Hinzu kommen sehr hohe Zollforderungen, schnell über hunderttausende US-Dollar. Bereits bei der Einreise in die USA (auch wenn es sich "nur" um einen Transit handelt, also um ein Um-steigen auf dem Flughafen) werden strenge Kontrollen durchgeführt.

Unerlaubte Aufenthaltsverlängerung und Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis:

Nehmen Sie keinen Job an, um sich ein Reisetaschengeld zu verdienen, es sei denn, Sie haben eine Arbeitserlaubnis. Illegale Arbeitsaufnahme kann zu Gefängnisstrafen und Ausweisung füh-ren. Bitte bleiben Sie nicht länger in den USA als Ihre in Ihren Pass geheftete Einreisekarte es er-laubt.

Alkoholgenuss:

Alkoholgenuss ist in der Öffentlichkeit fast überall verboten. Schon das sichtbare Tragen alkoho-lischer Getränke ist normalerweise strafbar. Dies gilt auch für Nationalparks o.ä. Hinweis für junge Leute:
Alkohol darf nicht an unter 21jährige abgegeben werden. Eventuell müssen Sie per Ausweis be-weisen, dass Sie schon 21 Jahre alt sind.

Rauchverbote:
Diese werden in den USA häufiger verhängt als bei uns in Deutschland. Es wird empfohlen, Rauchverbote unbedingt einzuhalten, da auch hier Ordnungsstrafen drohen können.

Nacktbaden:
Schon das Umziehen in der Öffentlichkeit (beispielsweise am Strand) gilt als Erregung öffent-lichen Ärgernisses und kann - nicht nur mit einer Geldstrafe - geahndet werden. Nacktbaden ist rechtswidrig, (es wird an bestimmten Stränden geduldet); das gilt auch für Kleinkinder!
"Oben ohne" ist nicht nur für erwachsene Frauen, sondern auch für kleine Mädchen in aller Re- gel nicht gestattet.

Nacktfotos:

Das Fotografieren nicht vollständig bekleideter Kinder (auch der eigenen z.B. im Garten oder in der Badewanne) ist nicht gestattet und wird unter Umständen streng geahndet. Durch eine An-zeige (ggfs. durch Nachbarn oder durch ein mit der Filmentwicklung beauftragtes Fotogeschäft) kann dies mehrjährige Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

Verletzung der Aufsichtspflicht:

In den USA ist es rechtswidrig, Kinder unter 12 Jahren unbeaufsichtigt zu lassen. Dies gilt auch für Touristen (bitte lassen Sie Ihre Kinder auch nicht für kurze Zeit im Hotelzimmer oder im Auto allein). Zuwiderhandlungen können empfindliche Strafen zur Folge haben.

... und zu guter letzt:
Sollten Sie einen Strafzettel ("Ticket") für falsches Parken, überhöhte Geschwindigkeit oder ähnliches erhalten haben: Bitte zahlen Sie! Anderenfalls drohen beim nächsten USA-Aufenthalt Einreisesperre oder Polizeigewahrsam, beides eine Erfahrung, auf die Sie sicher keinen Wert legen.
Amerikanische Polizisten erwarten, dass Autofahrer, die sie zum Anhalten auffordern, im Fahr- zeug sitzen bleiben, das Fenster herabrollen und beide Hände sichtbar auf das Lenkrad legen. Aussteigen o.ä. empfinden sie als Bedrohung und reagieren gegebenenfalls mit Selbstvertei- digungsmaßnahmen.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland.
  Magazin  1   2   3   --->