Der Chaco,  einst die "Grüne Hölle" genannt, bildet den Norden Paraguays  und die heißeste und trockenste Zone  des Landes. Rinder-weiden,  Savannenland, blonde Mennonitenkin-der in  den deutschen Kolonien, Jaguare, Ta-pire,  einige Indianderstämme  und ziemlich viel Abgeschiedenheit sind dort zuhause...
 Paraguay für Einsteiger    

Der "Rio Paraguay" teilt das Land in zwei unterschiedliche klimatische Zonen. Das nörd- liche Paraguay (heiß, savan- nenartig,  trocken und dünn- besiedelt, liegt westlich des Paraguay-Flusses und wird daher  als  Westparaguay be-zeichnet.
Das südliche Paraguay liegt östlich des Flusses (daher Ostparaguay) und stellt die fruchtbare Zone dar:  Klima- tisch gemäßigt, fruchtbar u. tropisch sowie mit der höch- sten Bevölkerungsdichte.
Das Land ist in 17 Distrikte aufgeteilt (siehe farbige Gra- fik, oben), die Landeshaupt- stadt ist Asunción.
In Paraguay existieren – etwa seit der vorletzen Jahrhunder-twende – zahlreiche Kolonien, einst von deutschsprachigen Auswanderern gegründet.
Heute  leben ca. 90.000 – 150. 000 Deutschstämmige im Land (genaue Zahlen gibt es  nicht).  
Die bekanntesten deutschen Kolonien sind (im Herzen des Chaco)  die  Mennoniten-Sied-lungen  mit  gut florierenden landwirtschaftlichen Betrieben. Nueva Germania  und  Inde-pendencia (etwa in der   Lan-desmitte) und die ganz im Süden liegenden Kolonien Bellavista, Obligado und Hohenau.
Das Leben in den Kolonien hat einen ländlich-provinzi- ellen Charakter, wobei das kulturelle  Leben  eher auf Ver-einsebenen (Dorf- und Schul-feste usw.) oder  im  priva-ten Miteinander stattfindet (samstags im  Restaurant  Essen gehen, private Fei-ern etc.). 
Hier stehen also ländliche   Abgeschiedenheit, Natur, Nachbarschaftspflege usw. im Vordergrund.
Wer Action,  mehr Zivilisation, Nachtleben und  vielseitige Freizeitgestaltungsmöglichkei-ten zum  Leben benötigt,  wird um einen Wohnsitz  in  oder bei der Landeshauptstadt nicht herumkommen.

Asunción:
Behörden, Ministerien, moder-ne   Shopping-Centren, kultu-relle  Angebote,  gute Schulen, Krankenhäuser, Stadtbummel, Tennis-  u. Golfplätze, Botani-scher Garten,  Museen,   Kinos, internationale Banken, Ausbildungsstätten    usw. fin-det man an sich in grosser  Auswahl und  gehobenem Niveau   nur  in  der Landes-hauptstadt.
So ist denn  auch  jedem Ein-wanderer  anzuraten, indivi-duell für sich und die Familie rechtzeitig  darüber nachzu-denken, welche Art von Leben seinem Anspruch gerecht wird. In Paraguay kann  sicher-lich jeder auf seine Kosten kommen, wenn man  – seinen Interessen und  Lebenser- wartungen   entsprechend –   in  einem  Umfeld lebt, das einen dann  auch tatsächlich erfüllt und begeistert...

  Wirtschaftsdaten...           Bedeutende Wirtschafts- sektoren: Agrarsektor, Textil-, Pflanzenöl-und lederverarbei-tende Industrie, Verarbeitung von Öl-saaten und Holz.
Wirtschaftswachstum: 1 %
BIP-pro-Kopf: 1.600 BIP real
(2001): 8,9 Mrd.
Inflation:
8,6 %
Arbeitslosigkeit: 15,9 %
Rating
(Inst. Investors C.R.):
32,5
Auslandsverschuldung
: 3,5
Mrd. (2001)
Währung:
Guaraní
Devisenreserven: 849 Mio.
Wechselkurs zum EURO:
6.800 Guaraní (Nov/2006)

 Wirtschaftl. Situation...     
Da private Investitionen der- zeit kaum gefördert werden, ist die Aktivität in diesem Bereich um 50 % zurückgegangen.
Seit 1998 haben ca. 500 klei-ne und mittlere Unternehmen mit über 3.000 Beschäftigten ihren Betrieb geschlossen. Besonders betroffen waren landwirtschaftliche Produk-tions-und Dienstleistungsbe-triebe sowie auch Bereiche der Forst- und Holzwirtschaft.

Asuncion 
Wer regiert
eigentlich in
Paraguay...?

Die Republik Paraguay wird laut Verfassung vom 20. Juni 1992 als reprä- sentative Demokratie re-giert. Diese basiert auf der Gewaltentrennung ge-mäss moderner rechts-staatlicher Auffassung. Der Staatspräsident, der Vize-präsident und 10 Minister bilden die Exekutive. Die Legislative, der National-kongress, setzt sich aus zwei Kammern zusam-men: die Abgeordneten-kammer (80 Mitglieder, 5 Jahre Amtsdauer und wie-derwählbar) sowie der Senat (mit 45 Mitgliedern, für 5 Jahre gewählt und ebenfalls wiederwählbar).  
 Mehr finden Sie hier...
Ob in Südafrika, Paraguay, Kanada oder Uruguay – die Träume sitzen tief, doch die finanziellen und menschlichen Dramen geplatzter Marlboro-Träume  von eidge-nössischen Optikern,  deutschen  Apo-thekern  oder  österreichischen Geschäfts-                    leuten  in  der Welt  würden                        sicherlich ganze Buchbände                              füllen...          Weiterlesen...
 Der Traum von der eigenen Farm...                                             

 Steuern & Fiskus          Natürliche Personen unter- liegen in Paraguay nicht der Einkommenssteuer-pflicht. Besteuert werden: Geschäftsgewinne (25% bis maximmal 30 %), Grundstücke mit 1 % des Steuerwertes,sowie Indus- trie und Handel je nach Be-triebskapital. Indirekte Steuern (Mehrwert- oder Warenumsatzsteuer) wer-den praktisch auf allen Konsumgütern erhoben.

 Löhne & Preise           
Das Lohnniveau für unge-lernte Hilfskräfte (dazu gehört fast jeder, da nur in wenigen Berufen eine fachliche Qualifikation er-forderlich  ist) ist niedrig. Das  ist  für Arbeitgeber eine  erfreuliche Angele-genheit, jedoch für einge-wanderte jobsuchende Deutsche unvorteilhaft.
Hauspersonal wie Kinder-mädchen,  Köchin, Gärtner, Hausmädchen usw. ver-dienen in etwa 130 bis 180 US-Dollar pro Monat. Ein-fache Bürokräfte ca. 150 bis 200 US-Dollar. Besser bezahlt, bis zu 350 Dollar monatlich, werden in- und ausländische Facharbeiter (Banken, EDV, Logistik u.a.), wenn dringender Bedarf besteht, bezahlen einige wenige Firmen bis zu 2.000 Dollar. Dies sind aber wirkliche Rosinen und mehr als selten.

 Lebenskosten...            Miethäuser, ländliche.
Gebiete ab 30 Euro im Mo-nat bis 100 EU. In Asun-cion 150 – 300 Euro (or-dentlich bis gut) und ab 350 – 1200 Euro monatlich für sehr gut bis Luxusvilla.

Internetzugang: 30-200
Dollar/ Monat.
Zigaretten
: Stange (süd-
amerik. gute Marken) ca.
3,50 Dollar bzw. (USA-
Marken) ca. 8 Dollar;
Benzin: 1 Liter bleifrei ca.
60–70 Cent;
Margarine 1,20 €,
Kühlpack
Ravioli
(family) 2,30 €;
Filet
1kg (Rind u. Schwein
etwa gleiche Preise) 2.- €;
Maggi- Suppen (6er-Pack)
0,85 €;
Fertig-Pizza
(family)1,40€.;
Nescafe 1,40 €;
Yoghurt
(8er-Pack) 1,20 €

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Heimat gefunden...
Peter Kassel (40) kam vor 16 Jahren  nach Paraguay, um für seinen Vater 3  Mo- nate lang  "das  Land aus- zuspähen"  –  mit dem be- sonderen  Augenmerk  da- rauf, ob Paraguay tatsäch- lich  für  den  Aufbau einer Rinderfarm so interessant wäre, wie man damals all- gemein hörte.
"Milch und Honig fließen dort..." hatte der Papa von einem Bauern aus der Steiermark vernommen. Man müsse  da nur den Urwald roden und dann könne man so richtig loslegen... Peter Kassel, damals 24 Jahre alt, packte also den Rucksack, um von St. Kanzian (Klopeiner See, Kärnten) das gelobte Land der Siedler und Pioniere zu erforschen.
"Ich habe mir damals Paraguay von oben bis unten angesehen, bin viel mit dem Bus und keinem Wort Spanisch durchs Land gereist. Die Leute dort waren alle sehr freundlich und mit dem Wörterbuch und Händen und Füßen kam ich damals recht gut zurecht."
Aus dem Farmkauf wurde dann aber nichts. Ein paar Tage nach seiner Rückkehr nach Österreich stieg Peter bei einem Privatradio-Projekt ein (genauer: bei einem Piratensender, der von Ungarn und Italien aus nach Österreich sendete).  Allerdings wurde es 2 Jahre später  höchste Zeit, sich von "Antenne Austria" zu trennen  –  und  da  stand dann plötzlich wieder Paraguay hoch im Kurs.

Mit einer neuen Idee an den Start

"Ich war damals fasziniert von dem völlig anderen Rhythmus in diesem großen Land. Und dass in Asuncion, wo es kaum eine Verkehrsampel gab, der Verkehtr trotzdem funktionierte. Und – dass die Leute damals im Supermarkt Käse oder Wurst gleich kiloweise kauften  und  nicht in so kleinen Portionen, wie wir das von Europa her kennen. Überall spürte man einen Hauch von freiem und leichtem Leben; jeder konnte einen beliebigen Beruf ausüben, ohne dass man ihn nach seinen Zeugnissen, der Ausbildung  oder  sonst welchen Dokumentenkram fragte. Das war eine faszinierende Welt  und  bis  heute  hat sich daran nicht all zu viel geändert.
Dann  entdeckte  Peter  Kassel  eine Marktlücke: Die Mieten waren recht teuer in der Landeshaupt- stadt, ganze  Häuser nahezu unerschwinglich  – ein Apart-hotel  für  Langzeitmieter  gab  es noch nicht! Dafür aber jede Menge Paraguaybesucher, die gerne statt in einem Hotelzimmer etwas mehr Raum  zur Ver-fügung hätten.  Wohnzimmer, Küche,  Schlafzimmer und Bad – oder zwei Schlafzimmer.
Damit war die Idee zum Aparthotel Lipa in Asunción geboren...
Das nette Haus mit 8 Apartments und einem herrlichen tropischen Garten besteht nun seit 10 Jahren. Die Besucher schätzen die gute Atmosphäre (Peter und seine Lebensgefährtin Susanne, eine Deutsche,  sind sehr positiv eingestellte Menschen – Hobbies: Esoterik, gute Bücher und Geschichte), die ruhige Lage, trotz Zentrumnähe sowie die Überschau- barkeit und private Atmosphäre des kleinen Aprathotels.
Etwa 30 Kilometer  vor den Toren der Stadt  gibt  es  nun auch  eine kleine Selbstversorgungsfarm zum Relaxen für die Gäste. Die haben Peter u. Susann mit viel Liebe zum Detail selbst auf-gebaut. Zug  um  Zug und "immer wenn was übrigbleibt" wird ausgebaut. Daß hier   die  Geburt  jedes    Schweinchens
und Kükens und  Häschens ausgiebig  mit  den Gästen gefeiert wird, versteht sich von selbst.  "Ein gutes Miteinander ist alles"  haben die bei-den gelernt. "Unsere  Gäste  sind mit uns zufrieden und mit den meisten sind wir auch über die  gemeinsame  Hotel-Zeit  hinaus  inzwischen befreundet. In der alten Heimat wäre ein so schönes Leben, wie wir es hier haben, absolut nicht möglich gewesen..."                
                                 Und hier geht's zur Homepage der Lipa-Apartments...
  Vom Piratensender zum Hotelbesitzer...                                     
Der Gran Chaco                                Nicht jedermanns Sache...

 

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Auswandern – Paraguay 1.0       
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