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Wir gehen
nicht mehr
zurück!
Fünf Jahre in der neuen Heimat. Der
Start war zähflüssiger als geplant doch inzwischen jetzt
haben sie's geschafft!
Auch
Günter Siebert aus Hessen hat es mit Gattin Christa geschafft. Die beiden verkauften
in der Mitte der 80er Jahre ihre Diskothek, um sich mit einem Hotelbetrieb
in Kanada (Ontario) ein neue Existenz aufzubauen.
Die

unermessliche
Weite und die Frei-heit die man dort genießt, hatten es den beiden angetan.
Inzwischen leben sie selbst inmitten einer überwältigenden Natur etwa
zwei Autostunden nördlich von Toronto, wo sie auf 25 Hektar Land die schöne
Hotel- und
Freizeitanlage
Tapatoo aufgebaut haben.
Freizeitanlage
Tapatoo
90 Hotelgäste werden inzwischen von den 24 Angestellten verwöhnt. Restaurant,
Tankstelle, Shop-Center bei den Sieberts findet man alles unter einem
Dach. "In der ersten Zeit reisten wir noch oft nach Deutschland",
erinnert sich Günter Siebert. "Irgendwann wollte unsere Tochter dann
nicht mehr mitfliegen, und dann hatten wir auch keine Lust mehr. In dieser engen
von Vorschriften begrenzten Welt fühlten auch wir uns einfach nicht mehr
wohl..."
KANADA
Fläche: rund 10.000.000
qkm (Weltrang 2) Bevölkerungszahl:
32
Mio. Bevölkerungsdichte:
3
Pers. pro qkm.
Hauptstadt:
Ottawa,
1,1 Mill. Einwohner
Staatsoberhaupt:
Die engli- sche Königin Elizabeth II Gliederung:
10 Provinzen,
3 Territorien
Amtssprachen:
Englisch u. Französisch
Währung:
1 Kanadischer Dollar (Can$) = 100 Cents
Zeitzone:
MEZ – 5 bis –12 Stunden
Religion:
römisch-katholisch 45%; vereinigte Kirche 12%; Anglikanische Kirche 8%; Notruf:
911
Netzspannung:
110 V, 60 Hz. Zweipolige Flachstecker, (Adapter erforderlich) Geographische
Merkmale: Höchster Berg: Mount Logan 5.951 m; Längster Fluß: Mackenzie
4.240 km.
Die größten Städte:
Toronto 4.483.000, Montréal 3.320.000, Vancouver 1.602.502,
Ottawa 1.057.000,
Calgary 710.677,
Winnipeg 652.354 Durchschnittliches
Jahresein-kommen pro Einwohner: 20.020 US$
Geburtsrate je
1000 Pers. 12,5 (Weltrang 25.0). Todesrate je
1000 Personen: 7,2 (Weltrang 9.3). Arbeitslosigkeit:
7,6%
Was reizt Sie
eigentlich an Kanda?
Einwanderung Kanada:
Job oder Kohle...
In
der sogenannten
"Indepen-det category" unterscheidet Kanada bei den Einwande-rungsanträgen
zwischen Facharbeitern und Geschäfts-leuten.
Während
Facharbeiter
nach dem einem Punktesystem be-wertet werden, das sich haupt-sächlich
auf die berufsspezi-fische Ausbildung und die Be-rufsgruppe bezieht, unterlie-gen
Geschäftsleute (Inves-toren, Selbständige und Unter-nehmer) völlig anderen
Be-wertungskriterien...
Von München nach Kanada: Familie Wittelhaupt
Traum-Domizil
Ontario
Jutta
Schmidt (links) und ih- re Freundin Dorothea leben seit knapp zwei
Jahren in Kanada. Dorothea kam et- was später nach, weil
ihre Scheidung noch nicht durch war. Jutta hatte diesen Akt schon vier
Jahre vorher hin- ter sich gebracht, stand da- nach aber ohne Job da, weil ihr
'geschiedener Ex' sie nicht mehr in seiner Firma haben wollte.
"Ich

hatte
auch keine Chan- ce in unserer Gegend wie- der eine gute Arbeitsstelle
zu bekommen", zieht Jutta Bi-lanz. "Mein Ex ließ
alle Be-ziehungen spielen, um mir das Leben möglichst
schwer zu machen. In der Heimat wäre ich absolut nur von ihm abhängig
gewesen. Genau das wollte er mir ja auch immer beweisen."
Nun,

seine
Rechnung ging nicht auf. 15 Jahre im Spe- ditionsbereich hatten Jutta zu einer
Fachkraft gemacht. Die meisten Auslandskontakte hatte die Firma des Ex-Gat-ten
ihr zu verdanken und als sie merkte, dass nur noch
ein markanter Wechsel Schwung in ihr berufliches Leben bringen würde,
reifte in ihr der eiserne Entschluss, in einem anderen Land neu anzufangen.
"Dabei halfen mir meine früheren Kontakte enorm", erinnert sich
die Wahlkanadierin. "Man muss sich halt nur bewusst werden, dass
man es auch alleine schaffen kann und dass man das auch wirklich möchte.
In dieser Hinsicht denke ich heute wie ein Mann..."
Und nun

sitzt
sie glücklich im Chefsessel einer kanadi-schen Speditionszweigstelle und
deligiert die Exporte und Verschiffungen nach Europa von dort aus.
Und

Dorothea,
einst ihre liebste Arbeitskollegin und heute beste Freundin organi-siert
in der gleichen Firma die Container-Logistik: "Es war der beste Schritt
unseres Lebens" bestätigt sie. "Wir haben hier ein
tolles Be-triebsklima, lauter nette Kolle-gen, keinen Stress mit einem
cholerischen Chef und haben bereits viele neue Freunde und Bekannte. Niemehr
wür-de ich das hier wieder aufge-ben, um zurückzugehen. Kanada ist
inzwischen meine Heimat, die ich liebgewonnen habe."
Kanada:
Natur pur soweit das Auge reicht...
Etwa
25% von Kanada wird von weiten Waldand-schaften geprägt und fast eine halbe
Million Quadrat-kilomter (das ist eine Gesamtfläche, so groß wie
Paraguay) sind Wasserflächen rund 2 Mio. Seen gibt es in Kanada
( ! ).
Das

gesamte
Land wird von schier endlos erschei-nenden Highways durchzogen, die beim Besucher
nicht zu Unrecht ein Gefühl von grandioser Weite auf-kommen lassen. Weite,
teilweise unberührte Waldre- gionen, aber auch
Weizenfelder bis zum Horizont,
schroffe Berge, malerische Täler und Ebenen, pulsierende Weltme-tropolen
oder winzige Siedlungen was immer man sucht und liebt, man
wird es in Kanada irgendwo finden.
"Wir
mussten zuerst Jobs annehmen, die weit unter unserer Ausbildung
lagen. Doch inzwischen sind wir beide sehr zufrieden, daß wir diesen Schritt
gewagt haben. Keiner von uns will je wieder zurück..."
Von München

auch hat es die beiden nach Kanada gezogen. Peter (29) von Beruf Kfz-Meister;
Silke (27) einst Sekretärin bei einer Bremsenfirma. Der Werdegang in der neuen
Wahlheimat: Silke, lange Zeit ohne Arbeit aber mit hervorragenden Englischkenntnissen,
jobbte als Teilzeitkraft in zwei Zeitungsverlagen; Peter stand zunächst an der
Zapfsäule einer Tank-stelle, dann reparierte er in einem deutschstämmigen Betrieb
Autos und Busse, nach vier Jahren machte er sich schließlich selbständig. Heute
arbeiten 14 Mechaniker in seinem eigenen Betrieb...