Die drastische Zunahme Auswanderungswilliger Deutscher lässt sich ab 2002 als alarmierend be-zeichnen. Vor allem mit Blick auf andere euro-päische Länder, wo die Bereitschaft auszuwandern deutlich rückläufig ist.
So wanderten  aus  Portu-gal (wegen der geringen Arbeitslöhne immer ein Auswanderungsland ge-wesen) 3,5% weniger Menschen aus als im Vor-jahr.
Luxemburg, Irland, Schwe-den, Dänemark, Griechen-land, Spanien und andere europäische Staaten er- freuen sich sogar hoher Zuwanderungsraten.
In Deutschland hingegen wandern seit fünf Jahren mehr Leute aus, als es Zuwanderer gibt.
So flossen denn auch im Jahr 2001 rund 60 Milliarden Euro Privatver-mögen ins Ausland ab aus Angst vor den immer un- überschaubareren Verhält-nissen in der Heimat.
Kapitalflucht als unange-nehme Randerscheinung des neuen Auswande-rungsbooms...? Gleichermaßen haben in-zwischen qualifizierte Fachleute wie auch Otto-Normalverbraucher er-kannt, dass der, der etwas leisten kann und möchte, dahin geht, wo die Be-dingungen günstig sind und wo sich der Einsatz lohnt.
In den Augen der meisten Auswanderer ist das aber nun in ihrer Heimat nicht mehr der Fall.


 Quotenregelung...       
In den favorisierten Einwa- derungsländern Australien oder USA haben nur qualifizierte Fachkräfte eine reelle Chance, aufgenom-men zu werden - und selbst hier wird dann noch bis zur Unerträglichkeit gesiebt.
In den USA werden z.B. von den alljährlich rund 14 Millionen (!) Bewerbern, nur etwa  55.000 Einwan-derern (überwiegend Fach-kräfte) die Tore geöffnet. Dieses Kontingent wird zusätzlich nach Ländern verteilt.
2000 – 2003 waren z.B. jährlich nur 800 – 1.100 Green Cards für Deut- sche reserviert, 105 für Schweizer und nur 56 für Österreicher...

Hier können Sie mal Luft ablassen  und  schreiben, was Sie bewegt.

Peter Thul's Frust-Eckchen
Heimatfrust,
Auswandern-Aktuell-Forum

 (Registrierung notwendig).

Inge Scholer, Paraguay:
"Man hat einfach nicht das Gefühl, dass in Deutschland in irgend einer Form honoriert wird, daß man sich abrackert. Ich  sah  für mich und meine Kinder hier keine Zukunft mehr..." 
                                                                                               Ihre Nix wie weg-Story
Sabine Scheidt, Neuseeland:

"Man kann in Deutschland seine Zukunft einfach nicht mehr planen, Ich könnte völlig unterbezahlt bei uns im Ort (nahe Münster) als Hilfs- lraft in einem Kindergarten arbeiten..."         
                                                                                               Ihre Nix wie weg-Story
Rudolf u. Erika, Mühltann, Paraguay:

"Für uns war wichtig, daß man hier praktisch alles kaufen kann und wie fremdenfreundlich die Paraguayer sind. Und da wir unser Geld nicht zum Wegwerfen haben..."                   
                                                                                               Ihre Nix wie weg-Story
Rudolf Mehringer, Argentinien:
"Meine Rente war in Deutschland zu wenig zum Leben und zu  viel zum Sterben. Auch der ganze Klüngel mit Vorschriften, Regeln und Amtssuben ging mir auf die nerven..."       
                                                                                            Seine Nix wie weg-Story

Heimatfrust   1   2   >>  

Nix wie weg!
Heimatfrust als Ursache für's Auswandern ist die neue Er- fahrung,  die  das  Team um den  Bundeskanzler machen musste. Doch  nach der ers- ten Schnupperreise gibt's für die   Auswanderungswilligen noch einen obendrauf:

 "Das ist ja wirklich alles viel toller, als in Deutschland..."
                             
Weiterlesen...

 

Immer mehr Menschen wollen weg aus Deutschland. Nicht,  weil sie die Fremde lockt, sondern weil ihnen die Heimat regel- recht 'stinkt'.
"Nix wie weg !"  lautet  die  Devise einer neuen  Generation  von Auswanderern. Null Bock  auf eine ungewisse Zukunft, Behör-denverdrossen-heit,  die  unsichere Ver-sorgung  für den Lebensabend, lassen  diese Menschen nun nach neuen Alter-nativen suchen...
"Irgendwann kommt für jeden der Augenblick, wo man einfach damit aufhören muss, nur noch vom Auswandern zu träumen, um in unserem Land nicht voll auf der Strecke zu bleiben..."
Stefan Heindl (Name geändert) aus München wanderte nach Kanada aus, wo er seit März 2003  wieder in einem weltweit bekannten Großunter-nehmen mit besten Aufstiegschancen als Chemiker arbeiten kann. In der Heimat hatte er sich ein Jahr lang in der Waschanlage für die U-Bahn über Wasser halten müssen  –  ohne Aussicht auf einen Job, der seiner Qualifikation entsprach.
Nach 17 Bewerbungen, die er abgeschickt hatte, kam es nur zu einem Vorstellungsgespräch – für einen Bereich, wo er völlig unterbezahlt und zunächst nur für ein Jahr 'einen völlig unfähigen Praktikanten' hätte ablösen sollen.
"Das war der Punkt, an dem ich anfing, über andere Lösungen nach- zudenken", berichtet Stefan Heindl und setzt etwas wehmütig hinzu: "Meine Heimat verlassen zu müssen, um irgendwo in der Welt eine g'scheite Arbeit zu finden, war eine der traurigsten Entscheidungen, die ich je in meinem Leben fällen musste.  Das ist mir arg unter die Haut gegangen! Heut' bin ich zwar froh drüber,  aber  ich für meinen Teil kann nur sagen, dass  ich mich von Vater Staat regelrecht um meine Zukunft betrogen fühle. Er hat mich aus Deutschland weggejagt – auch von meinen Freunden und der Familie. So was vergisst man nicht.. "

(1) 2000 "Hier hat man keine richtige Zukunft mehr".
(2) 1380 "Ich will noch mal neu anfangen..."
(3) 1300 "Viel Sonne und eine höhere Lebensqualität."
(4) 1250 "Hier ist alles irgendwie festgefahren."
(5)   840 "Neue Menschen und Aufgaben reizen mich."
(6)
  800 "Mir stinkt die alte Heimat einfach."
(7)
  620 "Ein Häuschen unter Palmen, viel Sonne..."       
(8)   660
 nannten "andere Gründe."
Bis Anfang August beantworteten ca. 9000 Besucher  von Auswandern-aktuell.de die Frage "Warum würden Sie eigentlich gerne auswandern. Dabei tritt deutlich hervor,  dass  die 'Heimatfrust-Motive' klar zu den favo-risierten Antworten gehören.
Die Plätze 1, 2, 4 und 6 spiegeln die verdrossene Volksseele wieder. 5430 Menschen gaben heimatlichen Un-bill als Auswanderungsgrund an. Die Auswanderungsklassiker hingegen  ("Neue Menschen und Aufgaben,  Palmen,  viel Sonne und eine bessere Lebensqualität reizen mich...") schafften gerade mal mit 2.750 Stimmen die Hälfte (oben auf den Plätzen 3, 5, 7).
Unten finden Sie nun die gleiche Umfrage  und können daran ersehen, wie sich dieser Trend seit Anfang August 2003 fortgesetzt hat. Es wäre auch schön, wenn Sie selbst Ihre Stimme abgeben...

 Unfrage:  Warum würden Sie eigentlich gerne auswandern ?     
Viel Sonne, höhere Lebensqualität
Hier ist alles irgendwie festgefahren
Mir stinkt die alte Heimat einfach!
Neue Menschen und Aufgaben reizen mich
Ein Häuschen unter Palmen, viel Sonne...
Ich will noch mal neu anfangen und die Ärmel hochkrempeln!
Hier hat man keine richtige Zukunft mehr
Andere Gründe
 

Nach oben  


Webmaster: webmaster@auswandern-heute.de
Copyright 2003 - 2006 by Peter Thul und hwk-MediaVision
Zur Startseite: http://auswandern-heute.de

 

 

Heimatfrust...
 " Warum würden Sie eigentlich gerne auswandern...?"              
 Heimatfrust   1   2   >>  
  Magazin  1   2   3   
"Leider gehen auch die gu- ten Leute, die Risikofreudi- gen und die mit den guten Ideen", berichtet  Gerlinde Lang  vom Referat für Aus- wanderung   des   Diakoni- schen Werkes.
"Der überwiegende Teil  geht  heute auf Grund guter beruf-licher Qualifikation. Viele ha-ben bereits gute Angebote aus dem Ausland, andere wollen  sich selbständig machen.« Klaus F. Zimmer-mann (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, IZA)  hält es für unausweichlich, die Abga- belast in  Deutschland zu reduzieren, da "höher Qua- lifizierte im Ausland einfach mehr verdienen",   wobei Deutschland schon bei den Bruttolöhnen  im  höheren Lohnbereich nicht mehr kon- kurrenzfähig sei.
"Unter den zahlreichen Aus-wanderungsinteressierten be-obachten wir zunehmend eine neue Qualität", bemerkt auch Martina Lüdeke vom Ra- phaelswerk (katholische Ca- ritas) Essen/Dortmund. Unter den rund tausend Auswande- rungswilligen, welche die Dip- lom-Pädagogin in den letzten 12 Monaten betreute, gab es zwar auch die gewohnte Rei- he von Träumern und Aus-    steigern, doch die Zahl der hochqualifizierten Leute stei- ge deutlich.
"Diese neue Auswandererge-neration ist zwischen 20 und Mitte 30 und sie verfügt über ein abgeschlossenes Studi-um und hervorragende Refe-renzen.
Diese Menschen haben in-zwischen den Glauben an ihre Heimat verloren und suchen nun in anderen Ländern ein neues, beruflich aussichts-reicheres Umfeld."