Wo Licht ist, ist auch Schat- ten  und  jedes Land hat sei- ne eigenen kleinen Macken. Hier steht, was Ihnen kaum jemand erzählt und was Sie selbst  rausfinden  müssen.
Aus der Traum!
Ausgeraubte, betrogene oder zusammengeschlagene Österreicher, Deut-sche und Schweizer gab es in den letzten Jahren weltweit. Einige wurden gar angeschossen, umgebracht, zu Krüppeln geschossen oder sie nahmen sich aus Enttäuschung, Einsamkeit oder vor dem finanziellen Ruin stehend  selbst das Leben.   Der Traum vom neuen Leben erfüllt sich halt nicht immer und endet oftmals auch mit einer Tragödie.
Wie bei Dieter Hansen, der z.B.  in  Paraguay immer mehr auf den Hund kam und   sich eines Morgens vor der Tür des kleinen Polizeigebäudes von Areguá eine Kugel durch den Kopf schoss. Zwei Polizisten schleppten die Leiche dann vor sein Haus und legten sie dort an der Türschwelle ab – das ersparte ihnen den Papierkram...
Und auch Herbert Schuler, der heute in einer mehr als erbarmungs- würdigen Hütte haust, musste lernen, wie rasch so was gehen kann. Er kam vor sieben Jahren mit knapp einer Viertelmillion Mark nach Bolivien seit fünfeinhalb Jahren ist er völlig pleite...
                                    170.000 Mark zum Teufel!
Ihm wurde – wie so oft bei auswandernden Junggesellen – eine recht hübsche Einheimische zum Verhängnis. "Ein faules, berechnendes Luder", weiß er heute, aber damals erkannte er das noch nicht. Es war die große Bilderbuchliebe. Er, der Frührentner aus der Nähe von Heilbronn  –  sie,  die glutäugige Exotin,  die mit jüngeren Männern nichts anfangen könne und nun einen reiferen Mann fürs Leben suche...
Fünf Monate, nachdem Herbert Schuler den Boden der 'Neuen Welt' unter den Füßen hatte, wurde geheiratet. Ein tolles Fest mit Partyservice, Musikkapelle und 150 Verwandten und Freunden der frischgebackenen Ehefrau. Unvergesslich, dieses Fest, "Wir waren gerade eine Woche verheiratet,  da verlangte sie schon ein Dienstmädchen, lag nur noch im Bett und guckte die Novellas im Fernsehen an (beliebte tragische TV-Serien mit unendlich vielen Fortsetzungen in Südamerika). Ständig hatten wir Besuch von ihren Verwandten und einige ihrer Geschwister nisteten sich auf Dauer bei uns ein. Da wurde es mir zu dumm und ich sagte, dass ich das Haus verkaufen wolle, um mit ihr in den Süden zu ziehen, wo ein Bekannter von mir lebte."
Als Herbert Schuler endlich einen Käufer für sein Haus gefunden hatte, entschloss sich die Familie zur Selbsthilfe. Unter dem Vorwand, dass ihr bei der Bank arbeitender Schwager für den Dollarscheck des Kunden einen weitaus besseren Kurs erhielte, erschlich sich die fernsehsüchtige Gattin den Barscheck und –  Herbert Schuler sah Frau und Scheck nie wieder...!
170.000 Mark waren für immer futsch. Der Rest ging für Anwaltskosten und Gerichtsgebühren drauf. Heute lebt Herbert  Schuler völlig verarmt und hält sich mit kleinen Gelegenheitsjobs über Wasser...

Ausgeraubt & abgemurkst
In zahlreichen (an sich sehr beliebten)  Einwanderungsländern  müssen sich die Zuwanderer mit korrupten Behörden, mordlüsternen Ter- rorbanden, preiswert anzumietenden Killern oder mit kriminellen ein- gewanderten Landsleuten abfinden. Und dort, wo die Wirtschaft des Landes 'durchhängt', wo plötzlich die Jobs fehlen, die zuvor die Existenz zumindestens etwas absicherten, schnellen die Kriminalitätsraten zuwei-len katapultartig in die Höhe.
Selbst im Auswanderer-Traumland USA werden immerhin pro Woche mehr Leute umgebracht, als im gesamten Europa pro Jahr.
Oder in Südafrika: 1999 verging dort nicht eine Woche, in der nicht eine weiße Farmerfamilie ausgelöscht wurde; In 5 Jahren immerhin (bis 1999) 2 500 Farmen, die überfallen wurden; allein in den ersten Monaten des Jahres 1999 wurden im Januar 59, in Februar 73 und im März 96 Farmer überfallen und ausgeraubt!
Auch im einstigen Inselparadies der Dominikanischen Republik kletterte die Kriminalität inzwischen so beängstigend an, daß viele Deutsche inzwischen wieder ihre Container packen wollen, um abzuwandern. So wurde im April 2003 ein deutsches Ehepaar aus Plauen kaltblütig von einem anderen Deutschen erschlagen, weil dieser den vertrauensseligen Leuten die 300.000 geliehenen US-Dollar nicht mehr zurückbezahlen wollte. Gerade mal eine Woche vorher hatte man die Leiche eines anderen Deutschen aus dem oberbayerischen Langenmosen entdeckt.
Steigende Kriminalität  u n d  korrupte Behörden können die Freude in der Fremde rasch trüben. Bevor man diesen sehr entscheidenden Schritt in ein neues Leben unternimmt, sollte man also in der Google-Such-maschine nicht nur den Landesnamen eintippen,  sondern dahinter ein Komma setzen und "Kriminalität", oder "Mord an Deutschem" oder "Unwetter", "Betrug" usw. eintippen. Erstaunlich, was man da zuweilen liest, wenn man in der Wahl der zusätzlichen Suchbegriffe etwas Fantasie walten lässt...

 

All die Korallenschlangen, schwarzen Mambas, die Was-serprobleme in einigen Län-dern oder Inseln, die immer und allgegenwärtigen Mos-kitoschwärme in kanadischen Wäldern und in vielen Son-nenparadiesen dieser Welt – dies alles wird von all jenen wohlweislich totgeschwiegen, die ein Interesse daran haben, dass Ihnen ein Land gefällt.
Warum auch nicht...?
Schließlich     möchte       man Ihnen was verkaufen und es ist nicht Sache eines Immo- lilienmaklers, Reiseveranstal-ters oder Verkäufers auf die Macken in seinem Land auf-merksam zu machen.

Informieren ist alles!

Der, der irgendwann einmal in dieses Land einwandern möchte, ist es, der heraus-finden muss, ob z.B. durch das rigorose Abholzen der Urwälder und durch andere Umwelteinflüsse die jähr-lichen Unwetter in einigen Kontinenten bedrohlich zuge-nommen haben und die Stürme und Hurrikans dort immer verheerender werden.
Und er selbst muss ergrün- den, dass die Kriminalität in seinem favorisierten Land möglicherweise so stark zu-genommen hat,  dass Aus-länder hier bereits wegen ein paar Dollar oder einem Vi-deorekorder massakriert wur-den. Und der Verkäufer wird auch tunlichst verschweigen, dass er mindestens zehn Leute kennt, die aus dem letzten Loch pfeifen, aber kaum einen, der es in seinem Land "zu was gebracht hat".

Prima Klima...?
Auch mit dem Klima im neu- en Land haben viele Einwan- derer Probleme. Klirrende oder feuchte Kälte, tropische Temperaturen, andauernde extrem hohe Luftfeuchtigkeit, plötzliche Klimaumstürze oder eine ständig herabknallende Sonne - was bei den Schnup-perreisen noch als angenehm oder erträglich empfunden wurde, oder was viele Men-schen gar nicht kennenlern-ten, weil sie in anderen Jah-reszeiten das Land bereisten - im täglichen Leben verliert es seinen Glanz oder kehrt sich auch schon mal ins Ge-genteil um.
In einigen Ländern, wie Flori-da, Texas, den Philippinen usw., aber auch in den zahllosen beliebten Inselpara-diesen, wie Hawaii, Samoa, Bermudas, der Dominika-nischen Republik – um nur einige zu nennen – bedrohen Wirbelstürme, Taifune, Torna-dos und Hurrikane Besitz und Leben der dort ansässigen Bewohner.
Und selbst im sonnigen Kan-sas wurden vor zwei Jahren die größten Hagelschäden aller Zeiten mit einem Sachschaden von ca. 2,5 Milliarden Dollar gemeldet!

Mord und Totschlag
Ähnlich verhält es sich mit der Kriminalität in zahlreichen hochgelobten Auswanderer-paradiesen. Hier sollte man z.B. in den örtlichen Tageszei-tungen nachlesen (Schlagzei-len genügen da schon oft) wie es damit bestellt ist, und ob es (wie z.B. in Südafrika) beinahe täglich zu brutalen Farmüberfällen, kommt – oft mit Todesfolgen oder Verge-waltigungen.

Umsicht ist angesagt

Ich präsentiere solche Daten hier nicht, um irgendein Land 'niederzumachen', sondern, um zur Umsicht zu Mahnen. Informieren Sie sich vorher genau auch über mögliche Schattenseiten eines Landes (Klima, Kriminalität, Korrupti- on, schlechte ärztliche Ver- sorgung oder soziale Absi- cherung, Rechtsunsicherheit usw.), denn auch dies wird Teil Ihres neuen Lebens in der Fremde sein.

"Voll auf die Fresse!"
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Sprüche und Weisheiten                            Der Spruch "Wie macht man im Ausland ein kleines Vermögen...?" Antwort: "Indem man ein großes mit bringt!", grassiert durch die deutschen Biergärten und Kolonien in aller Welt. Von Mallorca bis nach Thailand hat ihn jeder schon mal gehört. Oder: "Warum gibt es in Deutschland so wenig Idioten und Abzocker?" Antwort: "Die sind alle hierher ausgewandert...". Und der dritte Spruch, auch so eine Art Mahnmal: "Erst haben wir das Geld und die Einheimischen die Erfahrung. Dann haben die das Geld und wir die Erfahrung."

Das Thema – so ungern die meisten Auswanderungswilligen darüber etwas hören möchten  –  gehört  wie das Amen zum Gebet.  Auszuwan-dern, ohne sich der oft drastischen Gefahren bewusst zu werden, der Leichtsinn, Gutgläubigkeit, falsche Planung und Selbstüberschätzung mit sich bringen können, ist nicht nur ein Sprung ins kalte, unbekannte Wasser, sondern endet oft auch mit Tragödien.
An die meist selbst verschuldeten Lebenskatastrophen von Auswande-rern reiht sich dann sogleich die Kette der unverschuldet eingetretenen Tragödien,  z.B. durch  die höhere Gewalt von  Wirbelstürmen, Über-schwemmungen, Viehseuchen, Bankencrashs, Taifunen,  Revolutionen, verheerende Waldbrände und Dürroperioden, steigende Kriminalität im Einwanderunsland etc. Über  beides  wird hier im Laufe der Zeit zu sprechen sein...
Granteln Sie also bitte nicht mit mir wegen dieser Seiten,  nur  weil sie Ihren Vorstellungen vom Auswandern nicht entsprechen. Lesen Sie sie viel mehr sehr aufmerksam  durch  und  lernen Sie  aus den hier aufgeführten Beispielen und Schicksalsschlägen, damit Sie die gleichen Fehler nicht mehr machen müssen. Und vor allem: schminken Sie sich ab, dass Aus-wandern ein Zuckerschlecken ist und nun alles besser wird und im Ausland eh alles leichter zu bewerkstelltigen ist. Vergessen Sie niemals,  dass Sie mit diesem sehr entscheidenden Schritt unvermittelt zum "Türken in Deutschland" werden – Heimvorteile haben zunächst einmal alle anderen...

Geschichten, die das
Leben schrieb...
Bernd Still, Thailand: "Diese Mistratte hat mich regelrecht erpresst! Mein Geld war ich vermutlich schon drei Tage nach der Unterschrift los, die mich zum Teilhaber machen sollte...           Weiterlesen...

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 Nicht alle Träume erfüllen sich...              Die Auswanderer-Stories und Schicksale über Pleiten, Pech und Pannen, persönliches Leid und finanzielle Talfah ten würden sicherlich ein 16-bändiges Standardwerk   für  geplatzte Träume füllen.
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